100 Jahre Regattaverband Ems-Jade-Weser / Team Nord-West e.V.

Die ersten Jahre

In der ersten Dekade des 20. Jahrhunderts wurden im Nordwesten Deutschlands zahlreiche Rudervereine gegründet. Natürlich wollten sich diese neuen Ruderer – zu dieser Zeit konnte nur das männliche Geschlecht Mitglied in den Rudervereinen werden – auch untereinander messen. Auf den inzwischen etablierten Ruderregatten Bremen, Hamburg und Hannover konnten die noch wenig geübten Aktiven mit den anderen Vereinen nicht mithalten. Also kam schnell der Gedanke auf, einen Regattaverein zu gründen, der dann für die Mitgliedsvereine Regatten ausrichtet.

Am 30. Juli 1911 wurden im Bootshaus des Rudervereins Leer von 1903 die Weichen für die Gründung eines Regattavereins gestellt. Die Gründungsversammlung des Ems-Jade-Weser Regattavereins wurde dann zum 13. August 1911 in Oldenburg einberufen. Die Gründungsmitgliedsvereine waren der Ruderverein Leer von 1903, der Oldenburger Ruderverein von 1909, der Ruderverein Osterholz-Scharmbeck von 1901, der Vegesacker Ruderverein von 1900, und der Wilhelmshavener Ruderclub von 1909. Der erste Vorsitzende des Regattavereins war Johann Russel aus Leer.

Schon wenige Tage nach der Gründung wurde am 27. August 1911 eine erste Regatta mit 5 Rennen in Gigbooten durchgeführt. Die erste reguläre Verbandsregatta fand dann am 02. Juni 1912 – wiederum in Leer – statt. Gemeldet hatten 20 Boote mit insgesamt 68 Aktiven aus den 5 Gründungsvereinen. Für diese Veranstaltung hatte der Magistrat der Stadt Leer 150 Mark zur Anschaffung eines angemessenen Preises bewilligt. Im Jahre 1912 sind der Bremerhavener Ruderverein von 1889 und der Nordenhamer Ruderclub von 1908 in den Regattaverein eingetreten. 1913 gab Russel den Regattavereinsvorsitz an seinen Vereinskameraden Karl Schliemann ab. Bis zum ersten Weltkrieg fanden die jährlichen Verbandsregatten in Leer statt. Am 27. April 1914 fand der Regattaverein Aufnahme in den Deutschen Ruderverband.

Zwischen den Kriegen

Nach dem ersten Weltkrieg standen zunächst andere Dinge im Vordergrund, insbesondere musste der Ruderbetrieb in den Vereinen wieder aufgenommen und organisiert werden. Im Jahre 1920 traten der Emder Ruderverein von 1906, der Ruderverein Ostfriesland von 1911 (der 1924 mit dem Emder Ruderverein von 1906 fusionierte) und der Ruder- und Hockey Club Rheine von 1901 in den Regattaverein ein. Im Jahre 1922 wurde auf der Mitgliederversammlung die Einführung der heute noch gültigen Vereinsflagge, den Dreieckswimpel mit schwarz-weiß-roter Umrahmung und den Buchstaben E.J.W. im weißen Feld, beschlossen. Während die Verbandsregatta 1920 noch in Wilhelmshaven stattfand, wurden mit Ausnahme des Jahres 1923 (Verbandsregatta in Leer aus Anlass des 20-jährigen Vereinsjubiläums) alle Verbandsregatten bis zum 2. Weltkrieg im Emder Außenhafen ausgetragen. Die Regattastrecke hatte 4 Startplätze bei einer Länge von 2000 m, wobei bei 1000 m ein Bogen zu bewältigen war. 1927 starb der Vorsitzende Karl Schliemann und Ernst Steenken (Oldenburger Ruderverein) übernahm den Vereinsvorsitz, der schon seit der Vereinsgründung dem Vorstand als Kassenwart angehörte.

Während des zweiten Weltkrieges wurden mit Ausnahme einer im Jahre 1941 organisierten, frei vereinbarten Regatta in Oldenburg keine weiteren Regatten im Vereinsgebiet veranstaltet.

Der Wiederaufbau nach 1945

Auch nach Ende des zweiten Weltkrieges lagen die Prioritäten zunächst bei der Wiederaufnahme des Ruderbetriebes in den Mitgliedsvereinen. In dieser Zeit gab es dann auch erhebliche Bewegungen in der Mitgliedsstruktur, etliche Vereine – auch die Gründungsmitglieder Osterholz-Scharmbeck und Vegesack – haben ihre Mitgliedschaft nicht fortgeführt, jedoch kamen auch neue Vereine hinzu. Als Dr. Kurt Hofmann aus Wilhelmshaven 1948 den Vorsitz des Verbandes von Ernst Steenken übernahm, gehörten dem Verband 11 Vereine an.

1949 wurde der Regattabetrieb wieder aufgenommen und eine Verbandsregatta in Emden von der Nesserlander Schleuse bis zum Tonnenhof über eine Distanz von 1800 m durchgeführt. Es standen 4 Startplätze zur Verfügung. Diese Veranstaltung etablierte sich in Emden und fand großen Zuspruch, so dass in den folgenden 2 Jahrzehnten die Verbandsregatten immer in Emden stattfanden. 1953 übernahm Günter Ohmstede vom Ruderverein Leer den Vorsitz des Verbandes und lenkte die Geschicke des Verbandes bis zu seinem Tod im Juni 1959. Als sein Nachfolger wurde Wolfgang Ahlers aus Bremerhaven gewählt, der den Vorsitz dann über 30 Jahre innehaben sollte.

Anlässlich der Mitgliederversammlung in Emden zum 50-jährigen Jubiläum im März 1961 konnte der Regattaverband auch den Vorsitzenden des Deutschen Ruderverbandes, Herrn Dr. Walter Wülfing begrüßen.

Zäsur nach Wegfall der Emder Verbandsregatta

1970 musste die schon ausgeschriebene Verbandsregatta in Emden abgesagt werden, da die Nordseewerke ein großes Schwimmdock im Bereich der Regattastrecke verankert hatten. Damit ging ein sehr erfolgreiches Kapitel der Verbandsgeschichte jäh zu Ende, das die Regattaleiter Hermann Meyer, Walter Schmidt und Ernst Bühler geprägt hatten. Für heutige Verhältnisse ist die damalige Unterstützung der Veranstaltung durch die Emder Hafenwirtschaft nicht mehr denkbar. So wurden extra für die Regatta am Vortag der Veranstaltung sogar Schiffe verholt, die in der Regattabahn lagen. Immer wieder wird auch von der geselligen und familiären Atmosphäre der Regatta berichtet.

In den Folgejahren wurde die Verbandsregatta auf dem Industriehafen in Leer über eine Streckenlänge von 1350 m auf 4 Startplätzen durchgeführt. Auf Wunsch der Verbandsmitglieder wurde in dieser Zeit auch eine Frühjahrs-Langstreckenregatta auf dem Küstenkanal in Oldenburg angeboten, die in den Jahren 1972, 1974 und 1975 durchgeführt wurde. Danach wurde diese wegen mangelnder Beteiligung wieder eingestellt. 1976 musste die schon ausgeschriebene Verbandsregatta in Leer wegen Baumaßnahmen im Hafen abgesagt werden und wurde durch eine frei vereinbarte Kurzstreckenregatta ersetzt.

1977 wurde die Verbandsregatta dann nach Wilhelmshaven verlegt und als Kurzstreckenveranstaltung auf 5 Bahnen ausgefahren. Über viele Jahre hatte Hans Mehrtens die Regattaleitung inne.

In der 70iger und 80iger Jahren wurden auch zwei Schulrudervereine als Verbandsmitglieder in den Protokollen der Mitgliederversammlungen ausgewiesen. Es waren der Schülerruderverein Argo Aurich und der Gymnasial Turn- und Ruderverein Lingen.

Neue Regattaveranstalter werden Verbandsmitglieder

1977 wurde die Ruderabteilung des Turn- und Sportvereins Otterndorf von 1862 in den Regattaverband aufgenommen, die seit 1967 eine eigene, frei vereinbarte Regatta durchführt. Diese Regatta wurde dann seit 1978 als Regatta des Deutschen Ruderverbandes in eigener Regie und eigenem Risiko ausgeschrieben. Der Regattaverband hat hier gerade in den ersten Jahren unterstützend mit seinem Know-How und einigen technischen Ausstattungen gewirkt.

1980 trat auch die Ruderabteilung des Turn- und Sportvereins Bremervörde dem Regattaverband bei. Der in Bremervörde ausgebaute Vörder See weckte sofort das Interesse des Verbandes, so konnte hier auf einer Streckenlänge von 1000 m bei 6 Startplätzen ab 1982 eine Verbandsregatta durchgeführt werden. Der bislang noch unerfahrene örtliche Regattaveranstalter wurde durch den Verband stark unterstützt. Da die Regatta als Verbandsregatta durchgeführt wurde, trug dieser auch das finanzielle Risiko der Veranstaltung.

Auf Antrag vom 19. November 1983 wurde der Regattaverband mit Wirkung zum 1. Januar 1984 außerordentliches Mitglied im Landesruderverband Niedersachsen.

Die 80iger Jahre knüpften dann an die erfolgreiche Phase vor Einstellung der Verbandsregatta in Emden an. Zwischen 1982 und 1994 wurden in insgesamt 8 Jahren sogar 2 Verbandsregatten veranstaltet. Weiterhin konnten aus den Regattaüberschüssen zwischen 1983 und 1993 insgesamt 13.000 DM als Meldegelderstattung an die Mitgliedsvereine ausgeschüttet werden. Darüber hinaus erfreuten sich die Regatten der Mitgliedsvereine in Leer und Otterndorf einer großen Beliebtheit.

Das 75-jährige Verbandsjubiläum wurde 1986 in den Räumen des Rudervereins Leer gefeiert. 1990 übergab Wolfgang Ahlers den Vorsitz des Regattaverbandes in jüngere Händen und wurde auf der Jahreshauptversammlung zum Ehrenmitglied ernannt. Sein Nachfolger, Horst Berger, kam ebenfalls aus Bremerhaven.

Verbandskrise Ende der 90iger Jahre

Mitte der 90iger Jahre gingen die Meldezahlen der Verbandsregatten stark zurück und der Verband rutschte nach einigen verlustreichen Regatten in eine existentielle Krise. Die letzte Verbandsregatta fand 1997 in Wilhelmshaven bei eher schwacher Beteiligung statt. Obgleich diese Veranstaltung kein Minus erzeugte, wollte man in den Folgejahren das finanzielle Risiko einer Verbandsregatta nicht mehr eingehen, zumal 1996 aufgrund mangelnder Beteiligung keine Verbandsregatta stattgefunden hatte. Der Verband hatte seit 1912 insgesamt 77 Verbandsregatten organisiert, davon haben 39 Regatten in Emden, 17 Regatten in Wilhelmshaven, 12 Regatten in Bremervörde und 9 Regatten in Leer stattgefunden. Ende der 90iger Jahre wurde über eine Auflösung des Verbandes offen diskutiert.

Der Neuanfang als leistungssportfördernder Verband

Im November 2001 wurde dann eine Mitgliedersammlung einberufen, auf der die Auflösung des Verbandes diskutiert und ggf. beschlossen werden sollte. Ulrich Pohland (Oldenburger Ruderverein) warb darum, den Verband nicht aufzulösen und statt dessen ein neues Verbandskonzept hin zur direkten Förderung des Leistungssports zu entwickeln. Daraufhin beauftragte die Mitgliederversammlung Ulrich Pohland federführend mit dem Entwurf einer entsprechenden Satzung sowie einer Konkretisierung dieses Konzeptes.

Im Winter 2001/2002 wurde dann unter der Leitung von Ulrich Pohland die Reformidee des Regattaverbandes unter Einbindung des Oldenburger Vereinstrainers Thomas Ihnen und dem Leiter des Landesruderstützpunktes Oldenburg, Dr. Frank Spingat, sowie von Monica Neupert (Ruderverein Leer), Bernd Fricke (Ruderabteilung des Turn- und Sportvereins Otterndorf) und Martin Sehrt-Jahnke (Oldenburger Ruderverein) formuliert und den Mitgliedsvereinen zur weiteren Diskussion vorgelegt.

Hintergrund dieser Entwicklung war einerseits, dass mit der Einstellung des schon in früheren Jahren überaus erfolgreichen Vereinstrainers Thomas Ihnen beim Oldenburger Ruderverein in 1998 wiederum ein starkes Interesse anderer Vereine an dem Trainingsangebot einsetzte. Für entsprechende Mannschaftbildungen der Aktiven traten diese insbesondere im Juniorenbereich dann zumeist in den Oldenburger Ruderverein ein, da in dieser Zeit Renngemeinschaftsbildungen von Seiten des Deutschen Ruderverbandes stark eingeschränkt waren. Damit vollzog der oldenburgisch-ostfriesische Raum eine Entwicklung zur Konzentration von Aktiven nach, die in anderen Regionen schon lange praktiziert und für vordere Platzierungen im nationalen und internationalen Umfeld zunehmend notwendig wurde.

Andererseits hatte der Oldenburger Ruderverein schon Ende der 90iger Jahre immer wieder versucht auch Drittmittel zur Finanzierung des zunehmend teurer werdenden Leistungssports zu akquirieren und war dabei wiederkehrend an Grenzen gestoßen. Regionale Kleinbetriebe hatten zumeist kein Interesse an nationaler oder internationaler Werbung, Großbetriebe fördern in der Regel keine einzelnen Sportvereine.

So kam die Idee auf, aus einer Gemeinschaft von Vereinen heraus regionale Leistungsstärke auf nationaler und internationaler Ebene gegenüber Firmen und Strukturen zu vermarkten. Entsprechende Gespräche wurden auch mit der EWE AG aus Oldenburg geführt, die sich eine regionale Förderung für den Leistungssport im Nachwuchsbereich gut vorstellen konnte.

Vor diesem Hintergrund bildete der Regattaverband Ems-Jade-Weser eine ideale Plattform für eine derartige gemeinschaftliche Organisation des Leistungssportes.

So beschloss die Mitgliederversammlung am 02. März 2002 in Oldenburg nach ausgiebiger Diskussion die neu ausgearbeitete Satzung mit großer Mehrheit. Zum neuen Vorsitzenden wurde Ulrich Pohland (Oldenburger Ruderverein) gewählt. Damit war nach über 90-jähriger Verbandsgeschichte die Neuausrichtung vollzogen und erstmals konnten Ruderer/innen unter der Flagge des Regattaverbandes Ems-Jade-Weser / Team Nord-West e.V. starten.

Bedingt durch die Namensergänzung gab es noch Schwierigkeiten für eine Zulassung der Aktiven für die Rudersaison 2002, da der Deutsche Ruderverband zwar die Satzungsänderung bestätigt hatte, aber hierzu kein (positiver) Vorstandsbeschluss vorlag. Nach einer Nichtzulassung für die Regatta Münster wurde kurzfristig eine vorläufige Zulassung beim Deutschen Ruderverband erwirkt, Ende Mai 2002 erfolgte dann die uneingeschränkte Zulassung.

Parallel zu dieser Entwicklung konnte auch die EWE AG aus Oldenburg als Hauptsponsor des neu gegründeten Team Nord-West gewonnen werden. Kein geringerer als der Vorstandsvorsitzende der EWE AG, Herr Dr. Werner Brinker, überreichte im November 2002 einen Sponsoringvertrag zur Förderung der Nachwuchsarbeit im Team Nord-West über zunächst 2 Jahre, wobei beide Seiten das Ziel einer langfristigen Zusammenarbeit betonten. Dieser Vertrag konnte dann bis heute immer wieder verlängert werden.

Erfolge seit 2002

Auf der Regatta in Bremen wurde dann im Juniorinnen-Doppelzweier von Christina Pieper (Ruderabteilung des Turn- und Sportvereins Otterndorf) und Sandra Dalloff (Ruderverein Leer) der erste Sieg für das neu formierte Team Nord-West errungen. In dieser ersten Saison konnten sich die Aktiven insgesamt 42 mal auf das Siegertreppchen stellen. Seitdem wurden insgesamt 697 Siege auf nationalen und internationalen Regatten errudert. Auf den verschiedenen deutschen Meisterschaften der Altersklassen von den Junioren bis zu den offenen Bootsklassen wurden vom Team Nord-West seit 2002 insgesamt 18 Gold-, 21 Silber- und 24 Bronzemedaillen errungen, wobei auf jeder Nachwuchsmeisterschaft (U17 bis U23) mindestens 4 Medaillen in die heimische Region gingen. Bisheriger Höhepunkt war, neben den zahlreichen Erfolgen auf internationalen Meisterschaften mit insgesamt 9 Medaillenplätzen, die Qualifikation von Christina Gerking (Ruderverein Leer) für den Deutschland-Achter der Frauen zu den Olympischen Spielen 2008 in Peking.

Erster Cheftrainer des Verbandes wurde Thomas Ihnen (Oldenburger Ruderverein), der viel Energie in den Aufbau der neuen Struktur steckte. Die sich noch im Jahre 2002 einstellenden Erfolge zeigten das Potential des Verbandes, dessen Erfolgsserie bis heute anhält. Aus beruflichen Gründen übergab Thomas Ihnen die Tätigkeit des Cheftrainers 2007 in die Hände von Steffen Oldewurtel (Norder Ruderclub), der diese Aufgabe mit gleichem Engagement und seit 2009 auch als hauptamtlicher Verbandstrainer wahrnimmt. Auf seine Initiative wurde das interne Förderkonzept 2009 unter Einbindung der leistungssporttreibenden Mitgliedsvereine nach dem Prinzip „Fördern und Fordern” weiterentwickelt. An dem anhaltenden Erfolg des Verbandes haben gerade auch die Vereinstrainer einen erheblichen Anteil. Auf eine Aufzählung dieser eingebundenen Trainer wird allerdings bewusst verzichtet, da die Liste mit Sicherheit unvollständig wäre.

Für das Team Nord-West starten pro Saison gut 30 Aktive aus 6 bis 9 verschiedenen Rudervereinen des Verbandes. Den größten Anteil mit rd. 37 % aller Aktiven seit 2002 hat der Oldenburger Ruderverein gestellt, dann folgt mit fast 22 % der Ruderverein Leer. Die nächst teilnehmerstärksten Vereine sind der Eisenbahn-Sportverein Lingen und der Norder Ruderclub (beide jew. gut 8 %) und der Ruderverein Argo Aurich (rd. 7 %). Die übrigen 17 % der Aktiven stellen weitere 9 Mitgliedsvereine, wobei die Ruder- und Kanuabteilung des Turn- und Sportvereins Bremervörde, der Ruderverein Hoya und der Verdener Ruderverein nur zeitweise Mitglied im Regattaverband nach 2002 waren. Im Jubiläumsjahr hat der Verband insgesamt 14 Vereinsmitglieder.

Die weitere Entwicklung des Verbandes

In unserem Jubiläumsjahr sehen wir zuversichtlich in die Zukunft. Unser Hauptsponsor – die EWE AG – hat Wohlwollen hinsichtlich der weiteren Unterstützung des Verbandes signalisiert, wenngleich sich das Team Nord-West im Sponsoring breiter aufstellen sollte. Über die Kooperation mit dem Landesruderverband Niedersachsen, der aus Lotto/Toto-Mitteln eine Förderung für die Zusammenarbeit im Nachwuchsbereich mit dem Team Nord-West erhält, kann die hauptamtliche Trainerstelle des Verbandes zunächst bis Ende 2012 finanziell abgesichert werden. Zudem engagiert sich der Landesruderverband Niedersachsen sehr stark, um eine Trainerstelle am Landesruderstützpunkt Oldenburg einzurichten.

Insgesamt ist aus heutiger Sicht zu sagen, dass der 2002 eingeschlagene Weg erfolgreich ist. Die Zusammenarbeit der Mitgliedsvereine im Leistungssport hat einen gewaltigen Schub erfahren und es ist zu keinen erkennbaren Identitätsverlusten bei den Mitgliedsvereinen gekommen. Gerade unsere kleinen Mitgliedsvereine können durch die Mannschaftsbildung innerhalb des Team Nord-West erheblich profitieren, so dass die Motivation zum Leistungssport für die jungen Aktiven verbessert werden konnte. Die inzwischen erreichte professionelle Betreuung der Aktiven könnte in dieser Form von keinem der Mitgliedsvereine allein angeboten werden und auch aus finanzieller Hinsicht haben sich synergetische Einsparungseffekte ergeben, wenngleich die Mitgliedsvereine für die Ausübung des Rudersports ihrer Aktiven auf Spitzenniveau weiterhin einige finanzielle Belastungen zu schultern haben.