Mit 15 teilnehmenden Nationen und einem Rekordmeldeergebnis von ca. 2.300 Rollsitzen konnte die Internationale Junioren-Regatta in München am 7. und 8. Mai 2016 Sportler und Zuschauer beeindrucken.
In hochkarätig besetzten Feldern gingen für den Regattaverband Ems-Jade-Weser Marcus Elster und Jan Hennecke im Zweier ohne Steuermann, sowie Leonie Heuer und Inke Buse im Vierer ohne Steuerfrau in Renngemeinschaften an den Start. Außerdem kamen alle vier in den Regional-Auswahl-Achtern des Deutschen Ruderverbandes zum Einsatz.

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Bild: Martin Schawe

Der Zweier Elster/Hennecke konnte, wie schon auf der nationalen Rangliste, auch im international besetzten Starterfeld überzeugen. Bereits im Vorlauf gelang es, die Auswahl des britischen und tschechischen Ruderverbandes sowie einige Deutsche Vereinsboote hinter sich zu lassen. Zum Finale hatte dann starker Gegenwind mit deutlicher Wellenbildung eingesetzt und dies wurde den beiden Norddeutschen gleich beim ersten Ruderschlag des Rennens zum Problem. Die Riemen blieben im aufgewühlten Wasser hängen und man musste sich zunächst wieder einige Schläge gerade ausrichten, bevor es dann wieder richtig ins Rennen gehen konnte. Doch Elster/Hennecke gelang es die Nerven zu behalten und sich schnell wieder in Schlagdistanz zu schieben. Im Mittelteil der Strecke konnten dann zunächst noch die französische Auswahl sowie eine Renngemeinschaft aus Berlin das Tempo mithalten, aber der Tempohärte von Elster/Hennecke war schlussendlich kein Konkurrent mehr gewachsen. Der Lohn dieses Rennen war neben der Goldmedaille auch die Erfahrung, sich bei schwersten Witterungsverhältnissen durchsetzen zu können.

Im Junior-Achter ging es bei wiederum starkem Gegenwind darum, der körperlich überlegenen Konkurrenz Paroli zu bieten. Die Renngemeinschaft um Elster/Hennecke  aus Osnabrück/Münster/Minden/Oldenburg/Lingen war im Schnitt gut 10 kg leichter als die Konkurrenz, was ein deutlicher Nachteil bei Gegenwind ist. Der Rennverlauf ließ diesen Nachteil aber nicht mehr erkennen: in einem dramatischen Rennen konnten sich vier Boote an die Spitze setzen und die Platzierungen wechselten munter hin und her. Letztlich kam ein guter vierter Platz hinter der siegenden Renngemeinschaft aus Hamburg/Berlin/Rostock, der Schweiz und Großbritannien für Elster/Hennecke heraus. Wobei die ersten vier Boote innerhalb von knapp zwei Sekunden ins Ziel kamen und somit auch in dieser Bootsklasse für die kommenden Regatten noch alles möglich erscheint.

Bild: Martin Schawe

Bild: Martin Schawe

Für Leonie Heuer und Inke Buse ging es in Renngemeinschaft mit Osnabrück im Riemen-Vierer ohne an den Start. Dabei gelang es ihnen, die Vertreter aus den Niederlanden, Tschechien und Polen im Vorlauf hinter sich zu lassen und im Finale einen guten vierten Platz einzufahren, damit wurden sie schnellstes deutsches Boot.

Im Juniorinnen Achter ging es für sie in Renngemeinschaft mit Hannover/Dortmund/Waltrop/ Osnabrück/Essen an den Start. Bereits nach der Streckenhälfte war klar, dass der Sieg zwischen zwei deutschen Booten ausgemacht werden würde, denn die Konkurrenz aus den Niederlanden und Tschechien sowie zwei weitere deutsche Mannschaften mussten bereits früh abreißen lassen. Zum Finale schoben sich die beiden führenden Boote dann immer dichter zusammen. Am Ende reichte es aber leider nicht mehr für Platz eins, was die Freude über die Silbermedaille auf einer der größten internationalen Junioren- Regatten aber keinesfalls schmälerte.