Dreimal Gold, einmal Silber und dreimal Bronze. So klingt das Wochenende der Ruderer vom Regattaverband Ems-Jade-Weser auf den Deutschen Jugendmeisterschaften in Köln.

Der Tag begann wie er weiter verlaufen sollte. In einem unglaublich beherzten Rennen konnte die Auswahlmannschaft aus dem Nord-Westen die haushohen Favoriten aus Berlin auf den zweiten Rang verdrängen. Schlagmann Tim Dickbertel (Oldenburg) gab mit seinen Teamkollegen Christoph Canenbley (Leer), Jan Hofschröer (Lingen), Bjarne Götjen (Otterndorf) zu keiner Sekunde nach und fuhr unter der Leitung von Steuermann Felix Glab (Lüneburg) ganz oben auf das Podest. Diese Crew war dann auch der Grundstein für den später folgenden Achter. Ergänzt um Patrick Jahnke (Norden), Janne Rosendahl (Oldenburg) und zwei weiteren Ruderern aus Hannover und Osnabrück konnte die Bronzemedaille gewonnen werden. Der Achter schaffte durch ein Missgeschick im Vorlauf am Donnerstag nicht den erwarteten direkten Einzug ins A-Finale, konnte sich dann aber am Freitag über den Hoffnungslauf den Einzug sichern. Gekrönt wurde die Leistung der acht Sportler dann durch die Bronzemedaille.

Bei den U19-Athleten ging es nicht nur um Medaillen, sondern auch um die direkte Qualifikation für die diesjährige Weltmeisterschaft im tschechischen Racice.

Den Beginn der A-Junioren Rennen machte das Trio Leonard Brahms, Cornelis Canenbley und Steuerfrau Amelie Doden aus Leer mit Partnern aus Osnabrück. Im gesteuerten Vierer konnten sie die Bronzemedaille gewinnen und so ihre Saison krönen, nachdem der Anfang der Saison verletzungsbedingt schwergefallen ist.

Mit zwei Sensationen gingen die beiden folgenden Rennen über die Regattastrecke der Domstadt. Im ungesteuerten Vierer konnten Patricia Schwarzhuber (Oldenburg) und Judith Engelbart (Aurich) mit ihren Partnerinnen aus Celle/Lüneburg die Goldmedaille gewinnen. In einem vom Start weg dominanten Rennen konnten die vier Mädchen die Konkurrenz in Schach halten. Trainer Tobias Rahenkamp aus Hannover konnte auf die eingefahrene Mannschaft vertrauen. In selber Besetzung wurde bereits vor zwei Jahren die nationale Konkurrenz auf die Plätze verwiesen.

Nicht weniger erfolgreich waren die Jungs um Schlagmann Ben Reipöler (Oldenburg). Auch hier hieß es wieder Gold geht in den Nord-Westen der Republik. Bereits vor drei Wochen konnten Max von Bülow und Ben Reipöler (beide Oldenburg) am internationalen Geschäft schnuppern. Sie konnten auf der nationalen Rangliste im Zweier den 4. Platz errudern. Nun wollten sie mit ihren Partnern aus Hannover die WM perfekt machen. Dies konnte, ebenso wie bei den Mädchen, nur über einen Sieg im Vierer passieren. In einem unglaublich knappen Rennen wurde die Konkurrenz hinter sich gelassen. Neben den vier Jungs konnte sich auch Bootstrainer Matthias Helmkamp als Bootstrainer für die WM qualifizieren.

Im abschließenden Rennen holten sich die vier WM Fahrer aus dem Team NordWest noch Bronze und Silber im Regionalgruppen Achter mit den Ruderern aus NRW. Nun heißt es zwei Wochen zu Hause trainieren um dann ins vierwöchige Trainingslager nach Berlin-Grünau zu fahren bevor die WM ruft. Landestrainer Matthias Helmkamp zu dem erfolgreichen Wochenende: „Natürlich sind die WM-Nominierungen das absolute Highlight dieses Wochenendes aber auch die U17-Athleten zeigten, dass wir auch in der Zukunft viel erwarten können! Jetzt heißt es für die Sportler aber erst einmal die Beine hochlegen um neue Kräfte für den Herbst zu sammeln.“

Insgesamt waren 22 Sportler vom Regattaverband Ems-Jade-Weser am Start. Alle A-Finalisten konnten im Anschluss Medaillen gewinnen.