Der goldene Oktober lag den junge Ruderern vom Regattaverband Ems-Jade-Weser in diesem Jahr ganz besonders. Bei sommerlichen Temperaturen wurde auf dem Münsteraner Aasee der Titel der Sprintmeisterschaft ausgefahren und es war mehr als nur der Abschluss einer sehr erfolgreichen Saison für die Sportler aus dem Nord-Westen. Nach der Deutschen Meisterschaft mit zahlreichen Titeln und der anschließenden U19-Weltmeisterschaft mit vier Teilnehmern kamen die Ruderer nun zum letzten Showdown über 350 Meter nach Münster.

Bereits am Samstag wurden Vorläufe und Hoffnungsläufe gefahren. Am Sonntag folgten dann die Finals der Bootsklassen.

Im Doppelvierer der U17-Mädchen mit Steuerfrau konnten sich Andra Aumann, Charlotte Freitag, Vivien Küver, Annelie Heitsch und Steuerfrau Loreen Wagner auf einen 5. Platz rudern.

Mit einer reinen Oldenburger Crew ging es im U19-Doppelvierer an den Start. Bereits im letzten Jahr konnten Jonathan Hüsing und Carl Eilers eine Altersklasse niedriger die Bronzemedaille erringen. Ergänzt um ihre Kollegen Florian Cordes-Kleen und Laurens Mörler sollte dieses Ergebnis aus 2017 getopt werden. In der gesamten Herbstsaison lief es sehr gut für die vier Jungs von der Hunte. In keinem Rennen ihrer Altersklasse konnten sie bezwungen werden. Nach dem Landesmeistertitel Ende August sollte nun also die Medaille auf nationaler Ebene her.

Von Anfang an schoben sie die Sportler von Landestrainer Matthias Helmkamp in die Medaillenränge. In einem packenden Dreikampf zwischen Neuss, Hamm und Oldenburg gelang es am Ende die Silbermedaille zu erringen. Mit über 50 Schlägen in der Minute konnte eine Zeit von unter einer Minute erreicht werden.

„Für die vier Jungs freut es mich sehr, dass sie nach einer harten Saison nun deutscher Vizemeister auf der Sprintdistanz sind. Das Training für 350 Meter ist nicht minder anstrengend als für die olympische 2000 Meter Distanz. Die Muskeln brennen eher und es muss technisch jeder Schlag sitzen“, so Oldenburgs Stützpunkttrainer Matthias Helmkamp.

Nachdem der Vierer am Siegersteg anlegen durfte hatte auch die Mannschaft für den U17-Achter Blut geleckt. Besetzt mit drei deutschen Meistern aus dem Juni und einigen bereits national erfahrenen Ruderern musste dieser Achter vorher nicht lange geübt werden.

Die Mannschaft um Steuerfrau Amelie Doden startete stark auf die 350 Meter Distanz und ließ nichts anbrennen. Gegen starke Konkurrenz aus Dortmund und Essen belohnten sich die Talente mit der Goldmedaille.

„Es ist schön zu sehen, dass wir so eine starke Breite an Leistung im Regattaverband Ems-Jade-Weser haben. Gerade die U17-Sportler haben noch einen langen Weg im Rudersport vor sich, sodass solche Erfolge einen über die harte Wintersaison begleiten können“, so Helmkamp.

Mit der deutschen Sprintmeisterschaft endet die Wassersaison für die Ruderer.

Bereits Ende Oktober heißt es für viele dann aber schon wieder Ärmel hochkrempeln und Leistung auf dem Ruderergometer erbringen beim ersten Test des Landesruderverbandes für die Saison 2019.