“Attention, Row!” – das hörten die Team Nord West-Sportler gleich zwölfmal am vergangenen Wochenende auf der Regattastrecke Oberschleißheim bei München. Dort fand die 1. Internationale Juniorenregatta des Deutschen Ruderverbandes (DRV) statt.
Starkes Duo trotzt internationaler Konkurrenz
Nachdem Patricia Schwarzhuber (Oldenburger RV) und Judith Engelbart (Aurich) vor zwei Wochen den Frühtest in Essen für sich entscheiden konnten, trafen die beiden in München erstmals in dieser Saison auf internationale Konkurrenz, die sich im Vorlauf als ziemlich stark herausstellte. Hinter den Booten aus Kroatien und Österreich konnten sie aber mit einem dritten Platz in das Finale einziehen. Dort konnten sie dank ihrer intelligenten Rennstrategie im dritten Streckenviertel an den Niederländerinnen vorbeifahren, denen sie sich im Endspurt aber leider geschlagen gegeben mussten. Somit erreichten sie die Silbermedaille in dem international besetzen Feld.
Am nächsten Tag galt es dann, sich zusammen mit ihren Partnerinnen Stina Röbecke (Celle) und Elisa Patzelt (Lüneburg) im Vierer ohne Steuerfrau zu beweisen. Das eingespielte Team errang den Sieg in einem starken Rennen.
Zum Abschluss der Regatta standen die Achterrennen auf dem Programm. Der siegreiche Vierer startete zusammen mit Ruderinnen aus Nordrhein-Westfalen, musste sich im Fünf-Boote-Feld allerdings mit dem vierten Platz zufrieden geben.
Leeraner als erstes im Ziel
Cornelis Canenbley und Leonard Brahms vom RV Leer gingen zusammen mit den Osnabrückern Maximilian Witte und Alexander Schawe am Samstag im Junioren-Vierer ohne Steuermann an den Start. In ihrem Vorlauf wurden sie schnellstes deutsches Boot, mussten sich aber den Mannschaften aus der Schweiz und Tschechien geschlagen geben. Mit dieser Platzierung lösten sie das Ticket für den dritten Finallauf am Nachmittag, wo sie den vierten Platz erruderten.
Am Sonntag startete das Quartett abermals im Vierer, diesmal allerdings ergänzt um Steuermann Leon Küppers-Ramos (Mülheim), wo sie sich gegen ein Boot vom Rhein durchsetzen konnten und am Siegersteg anlegen durften.
Als vor zwei Wochen die Zweier auf dem Baldeneysee starteten, waren die beiden Leeraner leider verletzungsbedingt nicht am Start. Dies holten sie am Sonntagnachmittag in München nach, wo sie ihr Rennen mit einigen Bootslängen Abstand gewannen und zum zweiten Mal an diesem Tag die verdiente Medaille in Empfang nehmen durften.
Oldenburger Junioren im Vierer erfolgreich
Auch die beiden Oldenburger Ben Reipöler und Max von Bülow gingen im Junioren Vierer ohne Steuermann in einer Renngemeinschaft mit den Hannoveranern Leon Knack und Ryan Smith an den Start. Im Vorlauf konnten sie nach dem Vierer aus Halle/Potsdam als zweites Boot über die Ziellinie fahren und somit im zweiten Finallauf am Nachmittag starten. Dort belegten sie
erneut den Silberrang nach einem spannenden Endspurt, der sie 0,2 Sekunden vor den Münsteraner Vierer schob, dem sie vor 2 Wochen auf dem Baldeneysee noch unterlagen.
Am Sonntag ging es dann auch für die Jungs in den Achter. Im Vorlauf musste sich der Achter um Bülow/Reipöler mit Minden, Münster und Hannover nur dem britischen Nationalteam geschlagen geben. Im Finallauf am Nachmittag lief es dann jedoch weniger rund, sodass der Achter sich nach einem schwachen Start nicht wieder gegen den Wind an die anderen Boote heranschieben konnte und mit dem 5. Platz Vorlieb nehmen musste.
Nachdem die internationale Regatta in München absolviert wurde, geht es nun in die Vorbereitungen für den nächsten Wettkampf in 2 Wochen auf dem Fühlinger See in Köln.