Während die Tage langsam länger werden und die Sonne sich öfter hinter den Wolken hervorwagt, sind die Ruderer vom Team NordWest schon wieder fleißig in der Bundesrepublik unterwegs, um sich für die neue Saison zu empfehlen.

Köln, Oberhausen und Leipzig sind in diesem Jahr die ersten Gradmessungen für das weitere nationale und internationale Geschäft der Seniorinnen, U23 und U19 gewesen.

In Oberhausen ging es über die Langstreckendistanz von 6km, welche in jedem Jahr als Qualifikation für das Trainingslager der Regionalgruppe West (Niedersachsen/NRW) gilt. Bei nahezu Windstille und trockenem Wetter konnte die Zweier Kombination aus Leer, Leonard Brahms und Christoph Canenbley, einen klasse zweiten Platz errudern. Mit über 32 Schläge in der Minute konnte die Distanz in 23:05 Minuten absolviert und die Qualifikation für das Trainingslager erreicht werden. Auch die Zweierkombination um Bjarne Götjen (Otterndorf) und Jan Hofschröer (Lingen) ging in Oberhausen an den Start. Die beiden Aufsteiger in den U19 Bereich mussten auf der langen Strecke allerdings etwas Lehrgeld bezahlen, sodass am Ende ein 13. Rang zu Buche stand.

Gerade aus Oberhausen abgereist ging es für die Trainer weiter Richtung Rhein. Am 25.-26.03. standen die ersten 2km Tests der Eliteklasse im Frauenriemen-Bereich auf dem Plan. Extra von ihrer Universität freigestellt und noch mit Jetlag kamen Leonie Heuer (Leer) mit ihrer Partnerin Ida Kruse aus Ohio, USA, rüber um sich der nationalen Konkurrenz zu stellen. Im Elitebereich geht es im vorolympischen Jahr schon darum sich den Bundestrainern zu präsentieren und sich in Stellung für Tokyo 2020 zu bringen. Leonie Heuer und Ida Kruse, welche in Ohio häufiger Achter fahren und sich für die erste Ausscheidung spontan im Zweier zusammengefunden haben, bestachen durch ihre sehr gute Physis und konnten im Feld der A-WM und Olympiaanwärterinnen einen sehr guten 3. Platz einholen.

Heuers Heimtrainer Peter Eiben (Leer) sah ein knappes Rennen: „Für einen nicht eingefahrenen Zweier ist diese Platzierung wirklich sehr gut. Ida und Leonie werden nun erstmal wieder zu ihrer Universität nach Ohio zurückkehren und dort weiter trainieren. Wenn die Bundestrainer dann zur gemeinsamen Olympiavorbereitung rufen muss man schauen wie sich die beiden positionieren.“

Auch für die gerade aufgestiegenen u23 Athleten Max von Bülow und Patricia Schwarzhuber ging es über die 6km Strecke. Am Wochenende vor der NWZ-Sportlerwahl Ehrung stand für die beiden international erfahrenen Ruderer aus Oldenburg eines der härtesten Wochenenden der Saison an. Am Samstag mussten beide ihre physische Leistungsfähigkeit auf dem Ruderergometer über 2km präsentieren, beide fuhren neue Bestwerte. Schwarzhuber gelang der 4. Platz und von Bülow der 3. Platz in der Ergometerrangliste der U23. Auch über die 6km Langstrecke wussten die beiden in ihrer neuen Altersklasse zu überzeugen. Mit einem 6. Rang bei den leichten Skullern und einem 8. Platz im Frauenfeld konnten die Ergometerwerte bestätigt werden. Landestrainer Matthias Helmkamp zeigte sich nach den Leistungen sehr zufrieden: „In einer neuen Altersklasse ankommen ist meistens eine große Herausforderung, Max und Patricia gelang dies aber direkt in beeindruckender Weise, sodass wir nun voller Energie Richtung Kleinboot-Meisterschaft schauen“

Die nächste Hürde der U19 und U23 Athleten ist der Frühtest der u19 und Deutsche Kleinboot Meisterschaft der u23, welche bereits frühzeitig den Weg für die Saison aufzeigen können. Regattaverband Ems-Jade-Weser Vorsitzender Ullrich Pohland: „ Beide Regatten finden zeitgleich auf dem Fühlinger See bei Köln statt. Für unsere Aktiven ist dies ein gern gesehener Ort, welcher 2018 vier Weltmeisterschaftsteilnahmen hervorbrachte.“