Dirks, Hennecke und Elster für DRV Sichtung qualifiziert

Im Deutschen Ruderverband werden alljährlich bereits im November die ersten Weichen zur Mannschaftsbildung für das nächste Jahr gestellt. Auf verschiedenen regionalen Langstreckentests müssen sich Sportler aller Altersklassen individuell der 6000m Wettkampfstrecke im Kleinboot stellen. D.h. es geht im Einer für die Skuller und im Zweier ohne für die Riemer an den Start. Auf Grundlage dieser Ergebnisse wird dann zu den zentralen Sichtungslehrgängen des Deutschen Ruderverbandes eingeladen.

Für Nora Dirks (Oldenburg) und ihre Partnerin Paulina Düchting aus Bremen ging es am zweiten November Wochenende nach Mölln um sich der regionalen Konkurrenz im U19 Zweier ohne zu stellen. Nach Schul- und Krankheitsbedingten Trainingsausfällen im Oktober ging man mit sehr gemischten Gefühlen an den Start. Doch das gemeinsame Trainingslager in Hannover, aus dem man direkt nach Mölln gefahren war, sollte sich auszahlen. Speziell auf dem ersten Streckendrittel konnte Dirks ihre Erfahrung in dieser Bootsklasse ausspielen und ruderte gemeinsam mit Düchting mutig zur mit Abstand schnellsten Zwischenzeit. Auch auf den nächsten Streckenabschnitten sollten sie die Nase vorne behalten und siegten letztendlich in einer Zeit von 25:09 mit 11 Sekunden Vorsprung vor der zweitplatzierten Renngemeinschaft aus Ratzeburg/Plön. Mit dieser souveränen Leistung qualifizierten sie sich für den ersten DRV Sichtungslehrgang für Juniorinnen in Berlin Ende November. Auf diesem Lehrgang wollen die beiden speziell weiter an ihren Rudertechnik arbeiten, um ihrem gemeinsamem Saisonziel für 2015, eine Top 10 Platzierung bei der zentralen Ranglisten Regatta des DRV im Juni, einen weiteren Schritt näher zu kommen.

Für die amtierenden deutschen Meister im U17 Doppelzweier Jan Hennecke (Lingen) und Marcus Elster (Oldenburg) galt es sich in Oberhausen im U 19 Bereich zu bewähren. Dabei hatten sich Sportler und Trainer auf das Experiment Riemenrudern für die beiden etatmäßigen Skuller eingelassen. Nach nur 7 Tagen Vorbereitung hatten die beiden 16jährigen dementsprechend Respekt vor der Aufgabe. Auf der Strecke mussten dann auch einige technische Defizite durch Kampfgeist und Physis gekontert werden. Die schlussendliche Platzierung kam dann für alle Beteiligten mehr als überraschend. Zeitgleich mit einer Renngemeinschaft aus Dortmund/Witten belegte man mit eine Zeit von 22:54 den ersten Platz. Damit entpuppten sich die beiden eigentlich Riemenanfänger als wahre Talente und qualifizierten sich für den DRV Sichtungslehrgang der Junioren Anfang Dezember in Duisburg. Hier darf man auf die weitere Entwicklung gespannt sein, aber egal zu welcher Disziplin man sich letztlich entscheiden wird eine Top 10 Platzierung auf der zentralen Rangliste im Juni, ist auch für Hennecke/Elster das erklärte Ziel.

Ebenfalls in Oberhausen am Start war Samuel Höing im U19 Einer der Leichtgewichte. Für ihn war es seine erste Langstrecke über die vollen 6000m und es gelang ihm dabei nach verhaltenem Start gut über die Strecke zu kommen. Mit dem 13. Platz im allgemeinen Ranking qualifizierte er sich als 7 schnellster Niedersachse für ein Großbootprojekt des Landesruderverbandes Niedersachsen. Der Auftakt dazu erfolgt am dritten Dezember Wochenende am Landesstützpunkt Oldenburg.